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Migrol Energie-Checkup «Basis»Beispiel EinfamilienhausBereich: Fachstelle EnergieAutor: Clemens BohnenblustDatum der Begehung: XX.YY:ZZZZBerichtnummer: 123456Version:1.0Migrol Energie-Checkup «Basis»17.06.2019 Seite 1 /13

InhaltsverzeichnisSituation . 3Ausgangslage. 4Basisdaten . 4Gebäudehülle und Energieeffizienz . 4Energiebedarf und Wärmesystem . 4Beurteilung der Behaglichkeit . 5Empfehlungen . 6Massnahme Gebäudehülle und Energieeffizienz . 6Massnahmen Wärmesystem und Energieträger . 7Massnahmen Eigenenergieproduktion und Mobilität . 8Fazit und Bemerkungen. 8GIS (geographisches Informationssystem) . 10Links . 11Abkürzungen . 11Glossar . 12Migrol Energie-Checkup «Basis»17.06.2019 Seite 2 /13

SituationAdresse und Tel. Nummer:Max MusterMusterstrasse 18048 ZürichMigrol Energie-Checkup «Basis»17.06.2019 Seite 3 /13

AusgangslageBasisdatenEigentümer: Max MusterBaujahr: 1953Erneuerungsjahr: 2000Gebäudekategorie: Wohnen EFH Wohnen MFH Andere: .Energiebezugsfläche [m²]: 160Gebäudehülle und oden:Kellerdecke:Technische Dämmungen:ungedämmt - U-Wert 4 W/m²*KDoppelschalenmauerwerk - U-Wert 1 W/m²*K2000 - U-Wert 2 W/m²*Kgedämmt mit 10 cm Zellulose - U-Wert 0.3 W/m²*Kungedämmt – U-Wert 1 W/m²*Knicht vorhandenEnergiebedarf und WärmesystemEnergieträger und Energiebedarf.Durchschnittlicher Bedarf der letzten 3 Jahre:Endenergiebedarf MengeEinheit ieinhalt10.6 kWh/l11.3 kWh/m34.8 kWh/kg1’000 kWh/m31’600 kWh/Ster111Jahresnutzungs- Nutzenergie fürgradHeizung 3’000JAZBemerkung: KeineMigrol Energie-Checkup «Basis»17.06.2019 Seite 4 /13

Wärmeerzeugung:Typ/Fabrikat Hoval ÖlkesselEnergiespeicher:Art Öl-Tank BoilerLeistung [kW]16Grösse [l]4’000Wärmeabgabe:SystemRegelung Bodenheizung Einzelraumregulierung Radiatoren ThermostatventilWand/Deckenheizung TABS *bei Aussentemperatur -8 CBestimmung spezifische ie [kWh]Leistung enLetzte Wartung[Jahr]2008BemerkungenBrennleistung 12 kWWartung fälligVorlauftemperatur* en [h]Spezifische[W/m²]1401’86075LeistungBewertung der Energiekennzahl:Beurteilung der Behaglichkeit BehaglichkeitThermischer KomfortZugluftBeurteilung gut schlecht gut schlechtBemerkungenZugserscheinung in FensternäheMigrol Energie-Checkup «Basis»17.06.2019 Seite 5 /13

EmpfehlungenDie nachfolgenden Empfehlungen umfassen die Gebäudehülle, die Wärmeerzeugung und dieEigenenergieproduktion. Alle Massnahmen haben das Ziel, den Energieverbrauch zu reduzieren. Oftresultiert als Zusatznutzen eine Verbesserung der Behaglichkeit. Die angegebenen Werte sind lediglichals Richtgrössen zu betrachten. Sie basieren nicht auf einer Berechnung gemäss SchweizerischemIngenieur- und Architektenverein.Massnahme Gebäudehülle und Energieeffizienz Dach . Aussenwände: . Fenster: Fensterersatz mit Dreifachverglasung - U-Wert 0.8 W/m²*K Estrichboden: . Kellerdecke: Dämmung der Kellerdecke mit 120 mm Steinwolle - U-Wert 0.2 W/m²*K Technische Dämmungen: Dämmung der ‘’warmen’’ Leitungen mit 40 mm PIR Schalen oderSteinwolle.Migrol Energie-Checkup «Basis»17.06.2019 Seite 6 /13

Massnahmen Wärmesystem und Energieträger Erdsonden Wärmepumpe: Vorlauftemperatur unter 55 C bei -8C Aussentemperatur. Erdsonde gemäss geographischem Informationssystem möglich. Ausführung Erdsonde und Wärmepumpe möglich. Luft-Wasser Wärmepumpe: Vorlauftemperatur unter 55 C bei -8C Aussentemperatur. Aussenluftfassung möglich. Ausführung Wärmepumpe möglich. Pelletkessel: Platz für Pelletlager vorhanden. Befüllung des Pelletlagers möglich (max. Schlauchlänge 40 m). Kamin vorhanden. Ausführung Pelletkessel möglich. Bereitschaft für kleine Wartungsarbeiten. Heizölkessel: Öltank vorhanden. Kamin vorhanden. Ausführung Öl Kessel möglich. Gesetzliche Vorschriften MuKEn 2014 nicht relevant oder erfüllt. - Siehe Fazit undBemerkungen Erdgas:Gasanschluss möglich. Kamin vorhanden. Ausführung Gastherme möglich. Gesetzliche Vorschriften MuKEn 2014 nicht relevant oder erfüllt. Fernwärme: Fernwärmeanschluss möglich. Ausführung Übergabestation möglich. Weitere Lösung: .Migrol Energie-Checkup «Basis»17.06.2019 Seite 7 /13

Massnahmen Eigenenergieproduktion und Mobilität Photovoltaik: Fläche 30 m² Dach in gutem Zustand für Aufdachanlage Lösung in der Fassade möglich Indachanlage möglich Solarthermie: Fläche 5 m² Indachanlage möglich Dach in gutem Zustand für Aufdachanlage? Ladeanschluss für E-Mobilität vorsehen. Erhöhung des Eigenstromverbrauchs durch laden am Tag.Fazit und BemerkungenGebäudehülle und EnergieeffizienzDie Gebäudehülle kann durch den Ersatz der Fenster und die Dämmung der Kellerdecke verbessertwerden. Die Energieeffizienz wird dadurch um ca. 30 % gesteigert.Achtung: Durch den Ersatz der Fenster verringert sich der Luftwechsel. Dadurch steigt dieLuftfeuchtigkeit der Innenluft. Damit keine hygienischen Probleme auftreten, muss regelmässigstossgelüftet werden.Eine zusätzliche energetische Verbesserung ergibt sich durch das Dämmen der warmen Leitungen imKeller. Mit dem Ersatz des Wärmesystems sollen auch die alten Umwälzpumpen durch neueenergieeffiziente Modelle ausgetauscht werden. Dadurch kann der Stromverbrauch der Pumpe um biszu 70 % reduziert werden.Wärmesystem und EnergieträgerDer Öl-Kessel hat das Ende seiner Einsatzdauer erreicht und soll ersetzt werden. Dabei stehen zweiVarianten im Fokus:Variante 1:Ersatz durch einen Öl-Kessel und einen WärmepumpenboilerDer Öl-Kessel wird durch ein kondensierendes und modulierendes System ersetzt. Dazu muss auch derKamin saniert werden. Der Tank wird gereinigt und kann weiterhin genutzt werden. Das Warmwasserwird neu durch einen Wärmepumpenboiler mit Aussenluftfassung bereitgestellt. Diese Lösung erfüllt imZusammenhang mit dem Fensterersatz die Anforderungen der (in ZH noch nicht umgesetzten) MuKEn2014.Migrol Energie-Checkup «Basis»17.06.2019 Seite 8 /13

Variante 2:Die Ölheizung wird durch einen Pelletkessel ersetzt. Dazu muss der Öltankraum in ein Pelletlagerumgebaut werden. Der Kamin muss saniert werden. Die Warmwasseraufbereitung erfolgt durch einenRegisterboiler und den Pelletkessel. Diese Lösung erfüllt die Anforderungen der MuKEn 2014unabhängig von weiteren Massnahmen. Wird diese Lösung mit einer thermischen Solaranlagekombiniert muss der Registerboiler auf 500 l vergrössert werdenKurzvergleich der beiden tiefhochEnergiekostenstark schwankendstabilCO2 AusstosshochtiefMuKEn 2014ZusatzmassnahmennotwendigAnforderungen erfülltEigenenergieproduktion und MobilitätDie Dachfläche mit südwestlicher Richtung und die Lukarnen eignen sich gut zur solaren Nutzung. DieHausfassaden eignen sich nicht.Die Lukarnen können mit Photovoltaikmodulen belegt werden. Eine 30 m² grosse Anlage deckt denBedarf an Haushaltsstrom. Um den Eigenverbrauchsanteil zu erhöhen wird der Wärmepumpenboilerdurch die Solaranlage gesteuert und Warmwasser bei solarer Einstrahlung bereitgestellt. DerEigenverbrauchsanteil kann durch den Einsatz eines chemischen Speichers (10 kWh) weiter erhöhtwerden. Dadurch wird die, während des Tages produzierte, elektrische Energie in den Abend und dieNacht ‘’gerettet’’ und steht für das Kochen und die Beleuchtung zur Verfügung. In den Sommermonatenbesteht ein Energieüberschuss, welcher einen Beitrag an die Elektromobilität leisten kann. Das Fahrzeugmüsste während des Tages zum Laden zur Verfügung stehen.Im Zusammenspiel mit der Pelletheizung besteht auch die Möglichkeit, eine thermische Solaranlage aufdem südwestlichen Dachteil zu realisieren. Für die Warmwasserbereitstellung reicht eine Anlage mit einersolaren Fläche von 5 m², um in den Sommermonaten 100 % des Warmwasserbedarfs bereitzustellen.Migrol Energie-Checkup «Basis»17.06.2019 Seite 9 /13

GIS (geographisches ungsatlasMigrol Energie-Checkup «Basis»17.06.2019 Seite 10 /13

LinksEnergieausweise und LabelsEnergieausweis der KantoneMinergieStandard für Nachhaltiges Bauen ard-snbs/FachverbändeSchweizerischer Fachverband für SonnenenergieVerein Holzenergie echnik/ArchitekturSchweizerischer Ingenieur und ArchitektenvereinSchweizerischer Verein von Gebäudetechnik-IngenieurenMigrol Energie und äudeprogrammÜbersicht der ranken.ch/EnergieEnergie SchweizEnergieeffiziente udeEnergieAusweis der weizerischer Ingenieur- und ArchitektenvereinEBFEnergie Bezugs FlächeTABSThermoAktives BauteilSystemJAZJahres Arbeits ZahlMigrol Energie-Checkup «Basis»17.06.2019 Seite 11 /13

GlossarBegriffBeschreibung Quelle GEAK BibliothekDämmung,WärmedämmungUmgangssprachlich auch „Isolierung“. Mit Schichten aus schlecht wärmeleitendem(also gut wärmeisolierendem) Material wird der Wärmeverlust durch ein Bauteilvermindert und so Energie gespart, aber auch der Komfort erhöht (kalte Wände etc.sind ungemütlich). Mit üblichen Wärmedämmstoffen sind Dämmstärken von 10 bis30 cm für Aussenwände, Dach etc., 4 bis 12 cm für warme Leitungen sinnvoll. NeueVakuum-Elemente bringen die gleiche Dämmwirkung mit etwa 5x kleinerer Stärke.Energiekennzahl undgewichteteEnergiekennzahlDie Energiekennzahl ist ein Mass für die gesamte, einem Gebäude während einesJahres netto gelieferte Energie, bezogen auf die Energiebezugsfläche (MJ/m²). Imeinfachsten Fall entspricht sie der Summe der zugeführten Endenergie.Eigenenergieproduktion:Energie in Form von elektrischem Strom oder Wärme, welche vor Ort produziert(physikalisch korrekt) umgewandelt wird.EnergiebezugsflächeSumme aller ober- und unterirdischen Geschossflächen, die innerhalb derthermischen Gebäudehülle liegen und für deren Nutzung ein Beheizen oderKlimatisieren notwendig ist. Geschossflächen mit einer lichten Raumhöhe kleiner als1,0 m zählen nicht zur Energiebezugsfläche.EnergieträgerEnergieträger wie z.B. Heizöl, Holzpellets, Erdgas, Elektrizität geben bei IhrerUmwandlung (z.B. Verbrennung) technisch nutzbare Energie ab.EndenergiebedarfDas ist die Energiemenge, die für die Gebäudeheizung, Lüftung undWarmwasserbereitung unter Berücksichtigung des Heizwärmebedarfs und derVerluste des Heizwärmesystems, sowie der Warmwasseraufbereitung aufgebrachtwerden muss. Die Endenergie wird an der «Schnittstelle» Gebäudehülle übergebenund stellt die Energiemenge dar, die der Verbraucher für Heizung und Warmwasserbezahlt.FernwärmeWärme für Heizzwecke oder Industrieprozesse, die über grosse Heisswasser- oderDampfleitungen über grössere Distanzen (über 1 km) verteilt wird. Vor allem sinnvollbei grossen Abwärmequellen (Kehrichtverbrennung) oder Gewinnungsanlagenerneuerbarer Energie wie z.B. grosse Holzfeuerungen. Bei kleineren Systemenspricht man auch von Nahwärmesystemen oder Siedlungsheizungen.Gebäudekategorie (SIA)Kategorien von Gebäuden, für welche der SIA Standardnutzungen undAnforderungen an den Heizwärmebedarf definiert. Wohnen EFH, Wohnen MFH,Verwaltung und Schulen sind wichtige Beispiele solcher Kategorien.HybridkollektorEin Hybridkollektor erzeugt elektrische Energie und zusätzlich Wärme. Einthermischer Kollektor wird dazu mit einer Photovoltaikschicht ergänzt.JahresnutzungsgradDer Jahresnutzungsgrad einer Maschine oder einer Anlage ist der Nutzungsgrad,der sich für ein gesamtes Betriebsjahr ergibt.JahresarbeitszahlDie Jahresarbeitszahl einer Wärmepumpe bezeichnet das Verhältnis derabgegebenen Jahresnutzwärme zur gesamten von der Wärmepumpeaufgenommenen elektrischen Energie.Mustervorschriften derKantone imEnergiebereich(MuKEn)Die MuKEn sind ein Bauvorschriftenkatalog mit energetischen Anforderungen fürNeubauten und Erneuerungen. Ziel der Vorschriftensammlung ist es, dieHarmonisierung der Anforderungen in der Schweiz voranzutreiben. Den Kantonensteht es frei, einzelne Module der MuKEn in ihre kantonalen Vorschriften zuübernehmen. www.endk.chMigrol Energie-Checkup «Basis»17.06.2019 Seite 12 /13

NutzenergieAls Nutzenergie bezeichnet man die Energie, die Verbrauchern unmittelbar zurNutzung verfügbar steht, z.B. Wärme oder Licht. Im Gebäude bezieht manNutzenergie in Form von Raumwärme, Licht, Warmwasser, Schallwellen (Musik)oder mechanischer Arbeit (beispielsweise beim Mixer).PhotovoltaikPhotovoltaik-Zellen wandeln Licht direkt in Strom um. Die Umwandlung gelingt mitHilfe von Solarzellen. Diese bestehen aus zwei Siliziumschichten mitunterschiedlichen elektrischen Eigenschaften. Bei Sonneneinstrahlung entsteht amÜbergang zwischen den Schichten ein elektrisches Feld, aus dem direkt Stromabgenommen werden kann.PelletheizungVollautomatische Holz-Heizung in unterschiedlichen Leistungsklassen für kleineWohnhäuser und große Gebäude, die speziell auf den Einsatz von Holzpelletsausgerichtet en wandeln Sonnenenergie in thermische Energie um. Sieabsorbieren die einfallende Solarstrahlung und erhitzen sich dadurch. Die Wärmewird an das Wasser übertragen, welches durch den Kollektor fliesst und kann zurBeheizung des Gebäudes, respektive für die Wassererwärmung, eingesetzt werden.TABSBei thermoaktiven Bauteilsystemen (TABS) werden die Verrohrungen für Heizung,respektive Kühlung, direkt in die Betonbauteile eingelegt (Böden/Decken). Damitnutzt man die Speichermasse und die grossen Wärmeaustauschoberflächen vonBetondecken für die Konditionierung der Räume.WärmeerzeugerApparat, der durch Energieumwandlung Wärme bereitstellt, z.B. durch Verbrennung(Heizkessel) oder durch einen Wärmepumpenprozess oder durch Einfangen vonSonnenstrahlung.WärmeabgabeHeizwärme kann über verschiedene Systeme an die Räume abgegeben werden:Heizkörper (Radiatoren, Heizwände, Konvektoren), Fussbodenheizung, andereFlächenheizungen (in Wänden eingebaut), Luftheizung.Wärmepumpe (WP)Eine Wärmepumpe entzieht der Umwelt (umgebende Luft, Grundwasser oderErdreich) Wärmeenergie und hebt («pumpt») diese in einem sogenanntenKältekreislauf auf ein verwertbares höheres Temperaturniveau an. Als Antrieb dientmeist ein Elektromotor; als Wärmequellen «tiefe Temperatur» kommen Aussenluft,Abluft, Erdreich/Untergrund (Erdsonden), Grund-, Oberflächenwasser in Frage.Migrol Energie-Checkup «Basis»17.06.2019 Seite 13 /13

Kellerdecke: Dämmung der Kellerdecke mit 120 mm Steinwolle - U-Wert 0.2 W/m²*K . Eine zusätzliche energetische Verbesserung ergibt sich durch das Dämmen der warmen Leitungen im Keller. Mit dem Ersatz des W