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MERKBLATTGeschäfts- und FirmenwagenInhaltI. ÜberblickII. Überwiegend betriebliche bzw.berufliche Nutzung (über 50 %)1. Betriebliche/berufliche FahrtenIV. Fahrzeugüberlassung an Arbeitnehmer1. Ermittlung des geldwerten Vorteils nach der1-%-Methode2. Ermittlung des geldwerten Vorteils nach derFahrtenbuchmethode2. Privat veranlasste Fahrten3. Firmenwagen mit Fahrer3. Nachweis der betrieblichen bzw. beruflichenNutzung4. Zuzahlungen des Arbeitnehmers5. Nutzungsverbot4. Pauschale Ermittlung des Entnahmewerts für dieprivate Kfz-Nutzung6. Nutzung durch mehrere Arbeitnehmer5. Individueller Nutzungswert mittelsordnungsgemäßem FahrtenbuchV. Pkw-Nutzung durchGesellschafter-GeschäftsführerIII. Betriebliche bzw. berufliche Nutzungzwischen 10 % und 50 %1. Pkw im gewillkürten BetriebsvermögenVI. Umsatzsteuer1. Zuordnung des Fahrzeugs zum Unternehmen2. Fahrzeug im Privatvermögen3. Überlassung an Arbeitnehmer4. Privatnutzung durch Gesellschafter oderAngehörigeIV. Betriebliche Nutzung unter 10 %2. Zuordnung zum PrivatvermögenRechtsstand: 03.12.2018Alle Informationen und Angaben in diesem Mandanten-Merkblatt haben wir nach bestem Wissen zusammengestellt. Sie erfolgen jedoch ohne Gewähr.Diese Information kann eine individuelle Beratung im Einzelfall nicht ersetzen.Ihr Ansprechpartner:Schlecht und PartnerWirtschaftsprüfer SteuerberaterBüro StuttgartMailänder Platz 2570173 StuttgartBüro MünchenBarer Str. 780333 MünchenBoorberg Schlecht und CollegenSteuerberatungsgesellschaft mbHTelefon: 0711 / 40 05 40 – 0E-Mail: [email protected]: 089 / 24 29 16 – 0www.schlecht-partner.de

MERKBLATTGeschäfts- und FirmenwagenI. Überblick2. Privat veranlasste FahrtenBei Führungskräften und im Außendienst tätigen Mitarbeitern gehört einFirmenwagen meist „on top“ zu den Gehaltsbestandteilen. Darf einArbeitnehmer einen Dienstwagen auch für private Fahrten nutzen, musser diesen Nutzungsvorteil – sofern er kein Fahrtenbuch führt – nach dersog. 1-%-Regelung versteuern. Anders hingegen, wenn die privateNutzung durch den Arbeitgeber ausdrücklich untersagt wird: DerBundesfinanzhof hat Ende 2011 entschieden, dass die Nutzung einesFirmenwagens lediglich für betriebliche Fahrten und den Arbeitswegkeine private Nutzung darstellt. Folge: Das Finanzamt durfte die 1-%Regelung aufgrund der fehlenden Privatnutzung des Dienstwagens nichtansetzen. Denn die Versteuerung nach der 1-%-Regelung setzt geradevoraus, dass der Arbeitnehmer den Dienstwagen privat nutzen durfte.Hierzu zählen insbesondere FahrtenBei Gewerbetreibenden und Freiberuflern ist die private Nutzung eineszum Betriebsvermögen gehörenden Fahrzeugs meist selbstverständlich.Die auf die Privatfahrten entfallenden Kosten dürfen ihren Gewinn utzungsentnahme) bei den Betriebseinnahmen erfasst.Bei Geschäftswagen, die zu mehr als der Hälfte nnderGewerbetreibende bzw. Freiberufler den Privatanteil pauschal nach der1-%-Methode ermitteln, d. h. mit einem Prozent des Bruttolistenpreiseszzgl. der Kosten für werkseitig eingebaute Sonderausstattungen proMonat Gewinn erhöhend erfassen. Alternativ kann er den Privatanteilnach der Fahrtenbuchmethode berechnen, indem er ein Fahrtenbuchführt und die auf die Privatfahrten entfallenden Aufwendungen demGewinn wieder hinzurechnet. Hier wird der Entnahmewert nach demUmfang der tatsächlichen privaten Nutzung berechnet. an den Urlaubsort oder am Wochenende zur Erholung, zuVerwandten,Freunden,kulturellenVeranstaltungen, Einkaufsfahrten, zu privaten Gaststättenbesuchen, Mittagsheimfahrten, im Zusammenhang mit ehrenamtlichen Tätigkeiten sowie im Rahmen derEinkunftsarten (z.Nebentätigkeit).1. Betriebliche/berufliche FahrtenBetrieblich bzw. beruflich veranlasst sind alle Fahrten, die in einem tatsächlichen und wirtschaftlichen Zusammenhang mitdem Betrieb stehen (z. B. Fahrten zu Kunden, Geschäftspartnern,Warenlieferungen), die Arbeitnehmer mit dem Firmenwagen für den Arbeitgeber tätigen, zwischen Wohnung und Betriebs- bzw. Arbeitsstätte sowie Familienheimfahrten im Rahmen einer doppelten Haushaltsführung.sportlichenvon Einkünften aus andereneiner selbständig ausgeübten3. Nachweis der betrieblichen bzw. beruflichen NutzungDer Steuerzahler trägt die sog. objektive Beweislast, d. h. er muss denUmfang der betrieblichen Nutzung darlegen und glaubhaft machen. Dafürmuss nicht zwangsläufig ein Fahrtenbuch geführt werden. Keingesonderter Nachweis ist erforderlich, wenn das Fahrzeug„typischerweise“ überwiegend betrieblich genutzt wird, z. B. wenn es sich um einen Steuerzahler aus einer bestimmten Berufsgruppehandelt, bei der sich aus Art und Umfang der Tätigkeit ergibt, dassdas Fahrzeug zu mehr als 50 % betrieblich genutzt wird (Beispiele:Handelsvertreter mit großem Geschäftsbezirk; Taxiunternehmer;Land- und Tierärzte; Ärzte, die in großem Umfang Hausbesuchemachen; Geburtshelfer, die zu Hausgeburten gerufen werden;Handwerker der Bau- und Baunebengewerbe) oder die Fahrten zwischen Wohnung und Betrieb/Arbeits-stätte sowie lometerleistung ausmachen.II. Überwiegend betriebliche bzw. berufliche Nutzung(über 50 %)Ob das Fahrzeug zum Betriebs- oder Privatvermögen zählt, hängt davonab, in welchem prozentualen Umfang Unternehmer ihn tatsächlichbetrieblich nutzen. Vor der Wahl der Berechnungsmethode muss alsoder Umfang der betrieblichen bzw. beruflichen Nutzung ermittelt werden.ErzielungB. ausoderFür den Nachweis genügen nach Auffassung der Finanzverwaltung z. B.Eintragungen im Terminkalender, Kilometerabrechnungen wieeinfacheAufzeichnungen über einen repräsentativen Zeitraum von i. d. R. dreiMonaten (ohne Urlaubszeit). Dabei reicht es aus, wenn die betrieblichveranlassten Fahrten mit dem jeweiligen Anlass und der zurückgelegtenStrecke sowie die Kilometerstände zu Beginn und am Ende derbetrieblichen Fahrt oder des betrieblichen Abrechnungszeitraumsaufgezeichnetwerden.Wichtig ist, dass die Aufzeichnungen zeitnah erfolgen und nicht erstnachträglich zum Jahresende anhand der Rechnungen, Tankquittungen„erstellt“ werden.Hinweise: Hat der Steuerzahler den betrieblichen bzw. beruflichenNutzungsumfang des Fahrzeugs einmal dargelegt, geht das Finanzamthiervon auch für die folgenden Verlangungszeiträume aus. Dies gilt abernicht, wenn sich wesentliche Änderungen in Art oder Umfang derTätigkeit oder der Fahrten zwischen Wohnung und Betriebs/Arbeitsstätte ergeben. Wird beispielsweise die Fahrzeugklassegewechselt, kann im Einzelfall der Nutzungsumfang nochmals geprüftwerden.Ihr Ansprechpartner:Schlecht und PartnerWirtschaftsprüfer SteuerberaterBüro StuttgartMailänder Platz 2570173 StuttgartBüro MünchenBarer Str. 780333 MünchenBoorberg Schlecht und CollegenSteuerberatungsgesellschaft mbHTelefon: 0711 / 40 05 40 – 0E-Mail: [email protected]: 089 / 24 29 16 – 0www.schlecht-partner.de

MERKBLATTGeschäfts- und FirmenwagenWird wahrheitswidrig keinerlei Privatnutzung für das ewinnfeststellungsbescheide keine Ermittlungen zur ftigenGewinnfeststellungsbescheide vom Finanzamt auch noch Jahre spätergeändert und die Privatnutzung nachträglich Gewinn erhöhendberücksichtigt werden.Wird das Fahrzeug zu weniger als 50 % betrieblich bzw. beruflichgenutzt, muss der Entnahmewert zwingend nach dem Umfang derprivaten Nutzung berechnet werden. Liegt kein ordnungsgemäßesFahrtenbuch vor, wird der private Nutzungsanteil im Wege derSchätzung ermittelt (vgl. hierzu Kap. III. oder Kap. IV).4. Pauschale Ermittlung des Entnahmewerts fürdie private Kfz-Nutzung4.1 1-%-Regelung für PrivatfahrtenDer Steuerzahler hat die Wahl: Er kann die Besteuerung entweder nachder pauschalen 1-%-Regelung oder nach der tatsächlichen privatenNutzung (Fahrtenbuchmethode) durch Einreichen der Steuererklärungbeim Finanzamt durchführen lassen. Die Wahl muss für das gesamteWirtschaftsjahr einheitlich getroffen werden. Bei einem FahrzeugwechselLaufe des Wirtschaftsjahres kann aber unterjährig auch eine andereErmittlungsmethode gewählt werden. Übt der Steuerzahler seinWahlrecht nicht aus, erfolgt die Berechnung nach der 1-%-Regelung.Dabei beträgt der Nutzungswert pro Monat 1 % des auf 100 abgerundeten inländischen Listenpreises im Zeitpunkt der Erstzulassungzzgl. der Kosten für werkseitig eingebaute Sonderausstattungen (z. hließlichFreisprecheinrichtung sowie der Wert eines weiteren Satzes Reifeneinschließlich Felgen bleiben außer Ansatz. Der Listenpreis wird auchbei reimportierten Fahrzeugen und Leasingfahrzeugen angesetzt.Hinweis: Der Bundesfinanzhof hat Ende 2010 entschieden, dass Kostenfür den nachträglichen Einbau einer Flüssiggasanlage in ein auch zurPrivatnutzung überlassenes Firmenfahrzeug nicht als Kosten fürSonderausstattung in die Bemessungsgrundlage für die 1-%-Regelungeinzubeziehen sind.Kürzungen wegen eines vorhandenen Zweitwagens, Kaufpreisnachlässen, eines Vorsteuerabzugs, der Übernahme der Treibstoffkosten durch den Arbeitnehmer oder der Unterbringung des Fahrzeugs in einer dem Arbeitnehmergehörenden oder von ihm angemieteten GarageDenn maßgeblich sind nicht etwa die tatsächlichen Anschaffungskostendes Wagens, sondern dessen inländischer Bruttolistenpreis zumZeitpunkt der Erstzulassung laut Listenpreis der Hersteller.Hinweise: Die 1-%-Regelung kann sich bei Gebrauchtfahrzeugen sehrnachteilig auswirken, weil auch hier die Grundlage der Bruttolistenpreis(Neuwagenpreis) und nicht der Einstandspreis ist.Die Monatswerte sind nicht anzusetzen für volle Kalendermonate, indenen eine private Nutzung oder eine Nutzung zu Fahrten (z.B.Krankenhausaufenthalt und Urlaub).Der Bundesfinanzhof hat 2012 entschieden, dass die 1-%-Regelungbezogen auf den Bruttolistenpreis trotz hoher Rabatte seitens derAutomobilhändler verfassungsgemäß ist und nicht an die geändertenMarktverhältnisse angepasst werden muss.Laut BFH ist es verfassungsrechtlich auch nicht geboten, die nach der mtaufwendungen für das Kfz zu begrenzen.4.2 Mehrere Fahrzeuge im BetriebsvermögenGrundsätzlich ist es unerheblich, ob ein Fahrzeug von mehrerenPersonen oder umgekehrt mehrere Kfz von einer Person genutzt werden: Wird ein Fahrzeug von mehreren Personen, ggf. einschließlichArbeitnehmern des Unternehmers, auch privat genutzt, wird die nachder 1-%-Regelung ermittelte Nutzungsentnahme auf Nutzungsentnahme pro nutzende Person findet nicht statt. Werden mehrere Fahrzeuge auch privat genutzt, ist dieNutzungsentnahme grundsätzlich für jedes auch privat genutzte Kfzanzusetzen, unabhängig davon, ob es der Unternehmer selbst fährtoder seinem Ehepartner bzw. Kind haften zu unterscheiden: EinzelunternehmenundEinzelunternehmen: Zunächst trifft den Steuerzahler die besondereBeweislast. Denn eine Besteuerung entfällt, wenn er glaubhaftmachen kann, dass bestimmte Geschäftswagen nicht privat genutztwerden, weil sie hierfür nicht geeignet sind (z. B. Werkstattwagen).Dasselbe gilt, wenn es sich um Fahrzeuge handelt, dieausschließlich eigenen Mitarbeitern überlassen werden.Hinweis: Unternehmer, die mehrere Firmenfahrzeuge auch privatnutzen, sollten überdenken, ob sie alternativ Fahrtenbücher führen. Nurso kann eine Mehrfachbesteuerung der Privatnutzung vermiedenwerden.akzeptiert das Finanzamt nicht.www.schlecht-partner.deIhr Ansprechpartner:Schlecht und PartnerWirtschaftsprüfer SteuerberaterBüro StuttgartMailänder Platz 2570173 StuttgartBüro MünchenBarer Str. 780333 MünchenBoorberg Schlecht und CollegenSteuerberatungsgesellschaft mbHTelefon: 0711 / 40 05 40 – 0E-Mail: [email protected]: 089 / 24 29 16 – 0www.schlecht-partner.de

Geschäfts- und FirmenwagenMERKBLATT Personengesellschaft: Hier verlangt das Finanzamt den Ansatzder 1 %igen Nutzungsentnahme je Gesellschafter und Fahrzeug.Bei mehreren Fahrzeugen erhöht diese sich wieder um jeden privatnutzenden Angehörigen. Haben mehrere Gesellschafter nur auf einFahrzeug für Privatfahrten Zugriff, wird die Nutzungsentnahme nureinmal (fahrzeugbezogen) ermittelt und nach Köpfen auf dieGesellschafter verteilt.Hinweis: Bei einem Gesellschafter einer GbR ist die auf den Beweis desersten Anscheins gestützte Annahme, er habe einen ihm zur Verfügungstehenden Dienst-Pkw privat genutzt, auch dann möglich, wenn formalein Nutzungsverbot zwischen den Gesellschaftern vereinbart worden ist.4.3 Zuschlag für Fahrten zwischen Wohnung und BetriebFahrten von der Wohnung zum Betrieb sind mit der 1-%-Regelung nichtabgegolten, sondern zusätzlich zu korrigieren: FahrtenzwischenWohnungundBetrieb:0,03%desNutzung für Fahrten zwischen Wohnungund Betrieb in A-Stadt ( näher gelegeneBetriebsstätte):0,03 % von 50.000 x 30 km x 12 Monate Abzgl. abzugsfähige Fahrten zwischenWohnung und Betrieb in A-Stadt:178 Tage x 30 km x 0,30 Nutzung für Fahrten zwischen Wohnungund Betrieb in B-Stadt ( weiter entferntgelegene Betriebsstätte):0,002 % von 50.000 x 70 km ( Differenzzwischen den Entfernungen der Wohnungzur jeweiligen Betriebsstätte: 100 - 30)x 40 Tage Abzgl. abzugsfähige Fahrten zwischenWohnung und Betrieb in B-Stadt:40 Tage x 100 km x 0,30 Dem Gewinn hinzuzurechnen:5.400 1.602 3.798 2.800 1.200 1.600 5.398 Bruttolistenpreises x Entfernungskilometer x Monate. Familienheimfahrten bei einer doppelten Haushaltsführung: 0,002 %des Bruttolistenpreises x Entfernungskilometer x Anzahl derHeimfahrten.Fahrten zwischen mehreren Betriebsstätten sind in vollem Umfangbetrieblich veranlasst, so dass ein Zuschlag entfällt. Ein Arbeitszimmerist wegen der räumlichen Nähe keine Betriebsstätte.4.4Hinweise: Auch wenn der Geschäftswagen nur tageweise für Fahrtenzwischen Wohnung und Betrieb genutzt wird, sind 0,03 % proEntfernungskilometer für jeden Monat anzusetzen. Nur bei den Fahrtenim Rahmen einer doppelten Haushaltsführung sind die tatsächlichenFahrten entscheidend.KostendeckelungGerade bei Gebrauchtfahrzeugen, abgeschriebenen Fahrzeugen sowiebei Kfz bei denen keine größeren (Reparatur-)Kosten angefallen sind,kann es sein, dass der pauschale Korrekturwert für die private Nutzunghöher ausfällt als die tatsächlich entstandenen Fahrzeugkosten. Indiesem Fall ist die Gewinnkorrektur auf die Höhe der tatsächlichgebuchten Betriebsausgaben begrenzt. Folge: Das Fahrzeug lässt sichnicht von der Steuer absetzen, weil der pauschale Nutzungswert dieGesamtaufwendungen neutralisiert.Werden täglich mehrere Fahrten zwischen Wohnung und Betriebsstättezurückgelegt, vervielfacht sich der pauschale Hinzurechnungsbetragnicht. Für die Ermittlung des betrieblichen Nutzungsumfangs sind auchdie Mehrfachfahrten zu berücksichtigen.Hat ein Unternehmer mehrere Betriebsstätten in unterschiedlicherHinweise: Bei Anwendung der Kostendeckelung muss demSteuerpflichtigen als abziehbare Aufwendungen aber mindestens dieEntfernungspauschale verbleiben. Zu prüfen wäre hier, ob dieFahrtenbuchmethode oder die Behandlung als Privatvermögen unterAnsatz von 0,30 pro beruflich gefahrenem Kilometer günstiger ist.Entfernung zur Wohnung gilt Folgendes:Beispiel: Unternehmer A wohnt und unterhält einen Betrieb in A-Stadt(Entfernung Wohnung - Betrieb: 30 km). Eine weitere Betriebsstätte liegtinB-Stadt,100kmentferntvon seiner Wohnung.MitdemGeschäftswagen (Bruttolistenpreis: 50.000 ) fährt er an 40 Tagen zumBetrieb in B-Stadt und an insgesamt 178 Tagen zum Betrieb in A-Stadt.Die nicht abziehbaren Betriebsausgaben ermitteln sich wie folgt:5. Individueller Nutzungswert mittels stdiegesetzlicheAusnahmeregelung zur 1-%-Methode. Damit kann die private Nutzung einesFirmen- oder Geschäftswagens, der über die Hälfte beruflich genutztwird, exakt mit dem auf diese Fahrten entfallenden Teil derGesamtkosten angesetzt werden.www.schlecht-partner.deIhr Ansprechpartner:Schlecht und PartnerWirtschaftsprüfer SteuerberaterBüro StuttgartMailänder Platz 2570173 StuttgartBüro MünchenBarer Str. 780333 MünchenBoorberg Schlecht und CollegenSteuerberatungsgesellschaft mbHTelefon: 0711 / 40 05 40 – 0E-Mail: [email protected]: 089 / 24 29 16 – 0www.schlecht-partner.de

MERKBLATTGeschäfts- und FirmenwagenHierzu sind die für das Fahrzeug insgesamt entstandenenAufwendungen nachzuweisen. Aus dem Fahrtenbuch muss sichlückenlos das Verhältnis der Privatfahrten, der Fahrten zwischenWohnung und Arbeitsstätte, der Familienheimfahrten und der sonstigenFahrten ergeben. Ansonsten wird der pauschale Nutzungswert (1-%Methode) angesetzt.Ein ordnungsgemäßes Fahrtenbuch enthält nach Auffassung derFinanzverwaltung mindestens die folgenden Angaben: Amtliches Kennzeichen des Fahrzeugs, damit feststeht, für welchesFahrzeug das Fahrtenbuch geführt wird; Datum und Kilometerstand zu Beginn und am Ende jeder einzelnenbetrieblich veranlassten Fahrt. Ein Fahrtenbuch mit gerundetenKilometerangaben ist nicht ordnungsgemäß. Startort; Reiseziel und – bei Umwegen – darüber hinaus die Reiseroute; Reisezweck und aufgesuchte Geschäftspartner; hierzu gehört dieAngabe des jeweils aufgesuchten Kunden oder Geschäftspartnersoder des konkreten Gegenstands, wie z. B. der Besuch einerBehörde, einer Zweigstelle oder einer Baustelle. Bloße Ortsangabenreichen aus, wenn sich der aufgesuchte Kunde oderGeschäftspartner aus der Ortsangabe zweifelsfrei ergibt. Dasselbegilt, wenn sich dessen Name auf einfache Weise unter Zuhilfenahmevon Unterlagen ermitteln lässt, die nicht ergänzt werden müssen.Mehrere Teilabschnitte einer einheitlichen betrieblichen Reisekönnen miteinander zu einer zusammengefassten Eintragungverbunden werden, wenn die einzelnen, aufgesuchten Kunden oderGeschäftspartner im Fahrtenbuch in der zeitlichen Reihenfolgeaufgeführt werden. Wird eine betriebliche Fahrt für privateErledigungen unterbrochen, ist dies im Fahrtenbuch zudokumentieren. Der aufgesuchte Kunde oder Geschäftspartner istauch dann genau zu bezeichnen, wenn diese Angabe in bestimmtenEinzelfällen dem Datenschutz unterliegt. Allgemeine Angaben wiez. B. „Kundenbesuch” genügen nicht, da sie eine private (Mit)Veranlassung der Fahrt nicht objektiv nachprüfbar ausschließen. Anzahl und Gesamtbetrag der gefahrenen Kilometer; nheimfahrten: In diesen Fällen genügt jeweils ein kurzerVermerk im Fahrtenbuch unter Angabe des Kilometerstands zuBeginn und am Ende der entsprechenden Fahrt. Für enKilometerangaben.Hinweis: Die Fahrtenbuchmethode ist vor allem dann vorteilhaft. wenn das Fahrzeug nur in geringem Umfang für Privatfahrten genutztwird, oder mehrere betriebliche Fahrzeuge durch eine oder mehrere Personengenutzt werden oder die Werte nach der 1-%-Regelung die tatsächlich entstandenenKosten für das Fahrzeug übersteigen.5.1 Anforderungen an ein FahrtenbuchZum Nachweis des Verhältnisses der einzelnen Fahrten ist für dasgesamte Jahr ein Fahrtenbuch zu führen, und zwar schriftlich und ingeschlossener Form (keine losen Blätter!).Alternativ kann das Fahrtenbuch aber auch in elektronischer Formgeführt werden. Voraussetzung ist allerdings, dass sich darausdieselben Angaben ergeben, wie auch aus einem manuell geführtenFahrtenbuch. Darüber hinaus müssen nachträgliche Veränderungen anden eingegebenen Daten technisch ausgeschlossen sein oderzumindest dokumentiert sowie offengelegt werden. Dies istbeispielsweise nicht der Fall, wenn das Fahrtenbuch als Excel-Tabellegeführt wird. Der Ausdruck einer solchen Datei ist daher als Nachweisfür die Vollständigkeit und Richtigkeit der erforderlichen Angabenungeeignet.Ein Fahrtenbuch, das aus einer Kombination von handschriftlichgeführten, zeitnahen und lückenlosen Aufzeichnungen in geschlossenerForm mit nachträglich gefertigten Erläuterungen in einer Excel-Dateibesteht, ist nicht nkleinererAufzeichnungsmängel (z. B. wenn die aufgezeichneten Kilometerständenicht exakt mit denen der Werkstattrechnungen übereinstimmen) nichtgänzlich verwerfen, wenn es ansonsten plausibel ist und die zutreffendeAufteilung der Kosten gewährleistet.Treten bei einer Vielzahl von Eintragungen in einer gewissenRegelmäßigkeit und Ähnlichkeit Fehler auf und ergeben sich zudem zuden Tankbelegen offenkundige Widersprüche, ist nach Ansicht desFinanzgerichts Nürnberg das für das betreffende Kalenderjahr geführteFahrtenbuch insgesamt als nicht ordnungsgemäß zu verwerfen.Dem Bundesfinanzhof reicht bei Orten in der Größe von Hannover dieAngabe „Hannover” allein nicht aus, da die jeweils aufgesuchten Orteinnerhalb von Hannover leicht 20 km voneinander entfernt liegen können.Insoweit müssen im Fahrtenbuch Adressenangaben oder zumindestStraßen- oder Ortsteilnamen erfolgen. Für die Ordnungsmäßigkeit einesFahrtenbuchs ist es zudem erforderlich, Umwegfahrten durchEintragungen zu dokumentieren. In dem Streitfall hatte dies zu einerVerlängerung einer einzelnen Fahrstrecke um bis zu 231 km geführt.Für einige Berufsgruppen (z. B. Handelsvertreter, Kurierfahrer,Kundendienstmonteure, Taxifahrer, Fahrlehrer, Steuerberater, Anwälteund Ärzte) bestehen Aufzeichnungserleichterungen.Hinweis: Angesichts der widerstreitenden Urteile seitens derFinanzgerichte ist besondere Sorgfältigkeit geboten. Zweifel gehenzulasten des Steuerpflichtigen und führen zwingend zur Anwendung der1-%-Methode.www.schlecht-partner.deIhr Ansprechpartner:Schlecht und PartnerWirtschaftsprüfer SteuerberaterBüro StuttgartMailänder Platz 2570173 StuttgartBüro MünchenBarer Str. 780333 MünchenBoorberg Schlecht und CollegenSteuerberatungsgesellschaft mbHTelefon: 0711 / 40 05 40 – 0E-Mail: [email protected]: 089 / 24 29 16 – 0www.schlecht-partner.de

MERKBLATTGeschäfts- und FirmenwagenHinweis: Das Finanzgericht Düsseldorf hat sich zum Nachweis derausschließlichen Nutzung des Pkw eines Handelsvertreters zubetrieblichen Zwecken durch ein ordnungsgemäßes Fahrtenbuchgeäußert. Demnach sind in dem Fahrtenbuch neben dem Datum undden Fahrzielen die aufgesuchten Kunden oder Geschäftspartner bzw. –wenn solche nicht vorhanden sind – das konkrete Handeln für die Firmafestzuhalten.5.2 Gesamtkosten und private KostenDie Gesamtkosten des Fahrzeugs setzen sich zusammen aus derSummeallermitdemzusammenhängenden AufwendungenFahrzeugzwangsläufig zzgl. der Absetzungen für Abnutzungen (Nutzungsdauer beiNeuwagen: sechs Jahre); Sonderabschreibungen gehören nicht zuden ldesFahrzeugs,Unfallschaden) sind vorab der betrieblichen oder privaten Nutzungzuzurechnen, und Kosten, die ausschließlich aus privaten Gründenanfallen (z. B. Mautgebühren auf einer Urlaubsreise), sind vorab alsEntnahme zu behandeln.Anhand der Gesamtkosten ist ein Kilometersatz zu ermitteln. Dieser istauf die privat gefahrenen Kilometer und den Arbeitsweg anzuwendensowie als Privatentnahme zu verbuchen. Für die Ermittlung derGesamtkosten sind die Bruttowerte maßgebend. So ist z. B. dieAbschreibung, anders als bei den Betriebsausgaben, vom Kaufpreisinklusive Umsatzsteuer zu berechnen. Zur umsatzsteuerlichenBehandlung vgl. Kap. VII.Hinweis: Das Finanzgericht München vertritt die Meinung, dass durcheine Kostenaufstellung, der teilweise keine individuelle Kostenermittlung,sondern für wesentliche Teile (Haftpflicht, Kfz-Steuer, GEZ) einbetriebsinterner Kostenverrechnungssatz bzw. (Vollkasko) ein fiktiverKostenansatz zu Grunde liegt, nicht ausreicht, um, die Aufwendungenlückenlos im Einzelnen zu belegen. Auch bei einem großen Fuhrparkmüssen für jeden einzelnen Firmenwagen zu allen Kosten einzelneBelege vorgelegt und Kosten ausgewiesen werden.5.3 MethodenwahlFür jedes Wirtschaftsjahr kann der Steuerpflichtige die Methode neubestimmen. Führt er ein ordnungsgemäßes Fahrtenbuch, kann er für dieBesteuerung der Privatfahrten zwischen der 1-%-Regel und derErmittlung mithilfe des Fahrtenbuchs wählen. Dies geschieht mitEinreichen der Steuererklärung. An die hierbei getroffene Wahl ist ernicht gebunden, soweit der Steuerbescheid verfahrensrechtlich nochänderbar ist. Eine Änderung innerhalb des Jahres ist allerdings nur beieinem Fahrzeugwechsel zulässig.III. Betriebliche Nutzung zwischen 10 % und 50 %Hier können Sie wählen, ob das Fahrzeug zum Betriebs- oderPrivatvermögen gehören soll. Im ersten Fall handelt es sich um„gewillkürtes Betriebsvermögen“. Gemietete oder geleaste Fahrzeugegehören stets zum Privatvermögen, wenn sie max. zu 50 % betrieblichgenutzt werden, soweit die Zuordnung des Kfz zum Betriebsvermögennicht in unmissverständlicher Weise durch zeitnah erstellteAufzeichnungen erfolgt ist. Allein die Erfassung der Leasingraten und derweiteren Betriebskosten in der Gewinnermittlung als Betriebsausgabenreichen nicht aus. Der Bundesfinanzhof hat zudem entschieden, dassAufzeichnungen, die nicht zeitnah gefertigt wurden und angesichts dertatsächlichen Umstände nicht plausibel sind, die betriebliche Kfz-Nutzungzu mehr als 10 % nicht belegen können.1. Pkw im gewillkürten BetriebsvermögenSämtliche mit dem Fahrzeug im Zusammenhang stehendenAufwendungen sind zunächst als Betriebsausgaben zu behandeln.Anschließend werden die auf die Privatfahrten entfallendenAufwendungen als Nutzungsentnahme wieder hinzugerechnet. Derprivate Nutzungsanteil darf nicht nach der 1-%-Regelung bewertetwerden, sondern ist als Entnahme mit den auf die private Nutzungentfallenden Selbstkosten (vgl. dazu auch Kap. II. 5.2) zu bewerten. FürFahrtenzwischen ten sind die nicht abziehbaren Betriebsausgaben inHöhe der tatsächlichen Aufwendungen zu ermitteln.2. Fahrzeug im PrivatvermögenDie Kosten für die betriebliche Nutzung eines Pkw können auch dann alsBetriebsausgaben geltend gemacht werden, wenn sich das Fahrzeug imPrivatvermögen des Steuerzahlers befindet. Hierfür gibt es wiederumzwei Methoden: Nachweis der tatsächlichen Kosten: Der Anteil der betrieblichdurchgeführten Fahrten kann durch ein ordnungsgemäß geführtesFahrtenbuch ermittelt werden. Die betrieblichen Fahrten werdendann in Relation gesetzt zur Gesamtfahrleistung bzw. den insgesamtangefallenen tatsächlichen Kosten. Der so ermittelte, auf diebetrieblichen Fahrten entfallende Anteil an den Kosten, kann alsBetriebsausgabe in Abzug gebracht werden. Berechnung anhand von Pauschalwerten: Die Kosten für betrieblicheFahrtenmitdemPrivatfahrzeugkönnenohne Einzelnachweis in Höhe von 0,30 pro betrieblich gefahrenemKilometer als Betriebsausgabe angesetzt werden.Hinweis: Der Bundesfinanzhof hat entschieden, inwieweit Sachschädenan einem privaten Kfz, die auf einer beruflich veranlassten Fahrtentstanden sind, berücksichtigt werden können. Veräußert derSteuerpflichtige das Unfallfahrzeug in nicht repariertem Zustand, bemisstsich der als Werbungskosten abziehbare Betrag nach der Differenzzwischen dem rechnerisch ermittelten fiktiven Buchwert vor dem Unfallund dem Veräußerungserlös.www.schlecht-partner.deIhr Ansprechpartner:Schlecht und PartnerWirtschaftsprüfer SteuerberaterBüro StuttgartMailänder Platz 2570173 StuttgartBüro MünchenBarer Str. 780333 MünchenBoorberg Schlecht und CollegenSteuerberatungsgesellschaft mbHTelefon: 0711 / 40 05 40 – 0E-Mail: [email protected]: 089 / 24 29 16 – 0www.schlecht-partner.de

MERKBLATTGeschäfts- und FirmenwagenIV. Betriebliche Nutzung unter 10 %Wird das Fahrzeug zu weniger als 10 % geschäftlich genutzt, ist es demPrivatvermögen zuzurechnen. Für die betrieblich veranlassten Fahrtenkann entweder der mittels Fahrtenbuch ermittelte Kilometersatz oder dieKilometerpauschale abgesetzt werden (vgl. Kap. III. 2.).V. Fahrzeugüberlassung an ArbeitnehmerDarf ein Arbeitnehmer sein Fahrzeug nicht nur geschäftlich, sondernauch privat nutzen, erhöht dies seinen Arbeitslohn. Das gilt z. B. auchfür Fahrten eines hauptamtlichen Bürgermeisters zwischen Wohnungund Rathaus. Diese sind nicht allein wegen der damit verbundenenPräsenz im Gemeindegebiet grundsätzlich dienstlicher Natur, so dassdie private Nutzung des Dienstwagens – wie bei jedem anderenSteuerzahler auch – als geldwerter Vorteil erfasst werden muss.Hinweise: Ein Arbeitnehmer kann nicht mehr als eine einzigeregelmäßige Arbeitsstätte je Arbeitsverhältnis innehaben. In den Fällen,in denen zuvor mehrere regelmäßige Arbeitsstätten angenommenwurden, erhält der Steuerzahler nun die Entfernungspauschale nur fürFahrten zwischen Wohnung und einer regelmäßigen Arbeitsstätte. ImGegenzug muss er einen geldwerten Vorteil wegen der Privatnutzungseines Firmenwagens für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätteversteuern.Dies hat zur Folge, dass für den Fall, dass keine regelmäßigeArbeitsstätte vorliegt, bei Überlassung eines Dienstwagens keingeldwerter Vorteil besteht. Es handelt sich um eine beruflich veranlassteAuswärtstätigkeit, so dass die gesetzlichen Verpflegungspauschalengeltend gemacht werden können. Die tatsächlichen Fahrtkosten sindaber nicht absetzbar, weil ein Firmenwagen genutzt wird.Überlässt der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer ein Fahrzeug nur fürDienstfahrten und den Weg zur Arbeit, liegt nach einer Entscheidungdes Bundesfinanzhofs aus November 2011 keine private Nutzung vor;einen geldwerten Vorteil gibt es nicht (vgl. hierzu bereits Kap. I. undKap. V. 5.).Obiges gilt ab den Veranlagungszeitraum 2014 entsprechend. DerArbeitnehmer kann je Dienstverhältnis höchstens eine ersteTätigkeitsstätte, ggf. aber auch keine erste, sondern nur auswärtigeTätigkeitsstätten haben.Darf der Arbeitnehmer das Fahrzeug auch am Wochenende, in derFreizeit und im Urlaub benutzen, ist der private Nutzungsanteil entwedernach der 1-%-Methode oder nach der Fahrtenbuchmethode zu ermitteln.Wird das Fahrzeug auch für den Arbeitsweg genutzt, erhöht sich derprivate Nutzungsanteil bei der 1-%-Methode um monatlich 0,03 % desinländischen Listenpreises für jeden Entfernungskilometer. Das giltunabhän

70173 Stuttgart 80333 München Telefon: 0711 / 40 05 40 – 0 Telefon: 089 / 24 29 16 – 0 . Freisprecheinrichtung sowie der Wert eines weiteren Satzes Reifen einschließlich Felgen bleibenaußer Ansatz. Der Listenpreis wird auch